Die Werkstatt Flam in Moustiers

Keramiker
Gründungsdatum: 1950
Materialien : Ton, Metalloxide
Provenzalische Kreation.

            
                            

Moustiers: 

Moustiers Sainte Marie liegt am Eingang der Schluchten von Verdon. Moustiers ist bekannt für seine außergewöhnliche Lage und seine Fayencen. Die Fabrikation nahm ihren Anfang im 17. Jahrhundert. 1689 verdammte das von Louis XIV. erlassene Luxusedikt sämtliches Gold- und Silbergeschirr zum Einschmelzen, um die Kriegskosten zu finanzieren. Dieses Edikt begünstigte die Entfaltung edler und künstlerischer Fayencen.

Einige Fayence-Werkstätten wie Clérissy umgaben sich mit berühmten Kunstmalern. Die beiden folgenden Jahrhunderte erlebten die Eröffnung mehrerer Ateliers wie Olérys, der den Fayence-Handwerkern von Moustiers das Geheimnis der Herstellung vielfältiger Farben enthüllte, wie etwa das Grün und Gelb…

Das 18. Jahrhundert erlebt die Entstehung der Werkstatt von Ferrat mit Blumendekors und chinesischem Muster… Als die französische Revolution einsetzte, schlossen die Werkstätten eine nach der anderen – der Niedergang begann. Der letzte Ofen erlischt 1874. 1927 befeuert Marcel Provence, ein enger Freund von Frédéric Mistral, einen Ofen, und erneut werden einige Stücke in Moustiers hergestellt. In den 60er Jahren erfolgt die echte Wiedergeburt.

Keramiker in Moustiers:

Die von uns vorgestellten Stecke werden in einer der ältesten in Moustiers Sainte Marie "Flam" niedergelassenen Steingut-Werkstätten hergestellt. Sämtliche Sammelstücke tragen den Namen des Ateliers gefolgt von der Bemerkung "Flam in Moustiers", das einzige unwiderlegliche Mittel, um den Ursprung der Fayencen und der damit verbundenen kunsthandwerklichen Arbeit zu zertifizieren.

Herstellung:

Zunächst fertigt unser Porzellanmeister die Modelle an. Daraus entstehen die Gipsformen. Die Gestaltung erfolgt durch Guss. Nachdem die Objekte von der Form befreit sind, trocknen sie rund eine Woche im Freien, bevor sie geschlichtet werden (dabei werden sämtliche Unregelmäßigkeiten beseitigt).
Die Stücke aus Porzellanerde werden dann bei 1040°C gebrannt. Der auf diese Weise entstandene "Biskuit" wird ins Emaillebad getaucht. Dann kommt die Dekoration. Der erste Schritt ist die Handsignierung der Stücke auf der Unterseite jedes Artikels, dieser Schritt belegt die Echtheit der Moustiers-Fayence.

Sodann werden den einzelnen Modellen entsprechend die Dekors ausschließlich von Hand angebracht. Mithilfe von Metalloxiden entstehen nach dem letzten Brennen bei 980°C die Farben.