Die Werkstatt Bleu d'Argile

Pierre & Christine Bruzzi

Keramiker
Gründungsdatum : 1996
Materialien : Ton, Metalloxide
Provenzalische Kreation.

 

            
                            

VALLAURIS: Die Magie der Tonerde.

Die Töpfertradition von Vallauris geht mindestens auf den Beginn unseres Zeitalters zurück. In der galloromanischen Zeit hat man bereits große Vorkommen an hitzebeständigem Ton für die Herstellung von Ziegelsteinen und Krügen genutzt. Die Töpferei wurde auf ganz natürliche Art und Weise die erste Handwerks-und Handelstätigkeit der Bewohner.

Picasso, das Genie der modernen Kunst, drückte sein enormes Talent in vielen Bereichen aus, wie z.B. der Töpferkunst. Vallauris, wo er Tausende von Teilen im Atelier Madoura kreierte, verdankt ihm die Wiedergeburt dieser Kunst.

Der bemerkenswerten Vergangenheit getreu, formen, überziehen und emaillieren etwa zehn Keramiker und Töpfer heute noch die Teile gemäß ihrer Ausbildung und ihrer Inspiration. Bevor diese Teile auf den Markt kommen, werden Sie mit schmuckvollen Farben, Motiven und Schnörkeln versehen, die hin und wieder auf die Einflüsse der damaligen Zeit schließen lassen.

Töpfer in Vallauris:

In der Werkstatt Bleu d'Argile ist die Töpferkunst eine Familientradition. Während Pierrot um die Welt reist (seit zwanzig Jahren), um Teller, Schüsseln und Krüge herzustellen, widmet sich Christine der Aufgabe, diese Gegenstände mit Oxyden zu verzieren. Dieses sympathische Töpferpaar hat sich nämlich auf die Herstellung von Gegenständen aus glasiertem Ton spezialisiert, die der Tischkunst ihre besondere Note verleihen.

Herstellung:

Die Gegenstände werden manuell aus hochwertigem Ton aus Vallauris oder Limoges hergestellt und gedreht. Es werden zwei Tage zum Austrocknen benötigt, um Gegenstände mit dem Farbton "lederfarben, steingrau" zu erhalten. Danach werden die Gegenstände in Bäder aus Angussfarbe getaucht (erdfarbene flüssige Überzüge, die aus natürlichen farbigen Oxyden bestehen). Die Gegenstände trocknen eine Woche lang an der Luft. Dann folgt der Verzierungsschritt mit dem Pinsel oder mit der sogenannten "Gummispritze*", mit natürlichen Farboxyden, wie z.B. Kobaltblau, Kupfer, usw.
Durch das erste Brennen bei einer Temperatur von 1020°C erhält man einen getrockneten Emailleauftrag (halbtrockener Gegenstand). Nach einer eintägigen Abkühlungsphase, tauchen wir diese Teile vor dem ersten Brennen, das bei einer Temperatur von 1040° C erfolgt, in eine Glasur (glasähnliche Masse, die dem Gegenstand Glanz und Undurchlässigkeit verleiht).

* Verzierungstechnik, die für gewöhnlich " Verzierung mit der Gummispritze " genannt wird - eine Bezeichnung gemäß dem verwendeten Werkzeug. Der Handwerker, der dieses Verfahren einsetzt, stellt ein Reliefdekor her, indem er Ton aufträgt, der in verschiedenen natürlichen Oxyden, wie z.B.